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InfrastukturSonstige• Lesedauer: 5 min • Erscheinungsdatum: 23.09.2026

EIN GRUND ZU FEIERN: 25 JAHRE TECHNOLOGIEPARK VILLACH

© Stadt Villach | Thomas Künster
Technologiepark Villach in St. Magdalen

Seit 25 Jahren steht der Technologiepark Villach für Innovation, Forschung, Ausbildung und technologische Entwicklung. Aus dem ehemaligen Zellstoffareal in St. Magdalen ist ein international ausgerichteter Technologie- und Bildungsstandort entstanden, an dem heute Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Bildungseinrichtungen eng zusammenarbeiten. Das 25-jährige Jubiläum wird im Oktober mit einem exklusiven Jubiläumsabend und einem Tag der offenen Tür gefeiert.

 

Wer heute durch den Technologiepark Villach in St. Magdalen geht, begegnet einer völlig anderen Welt als noch vor wenigen Jahrzehnten. Moderne Gebäude, Labore, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie Technologieunternehmen prägen das Bild. Rund 700 Beschäftigte, 1.000 Studierende und 70 Lehrlinge arbeiten, lernen und forschen heute am Standort. Mehr als 40 Unternehmen sind auf dem 27 Hektar großen Areal angesiedelt.

 

VOM ZELLSTOFFWERK ZUM INTERNATIONALEN HIGHTECH-STANDORT

1902 wurde in St. Magdalen ein Zellstoffwerk gegründet, das den Standort über Jahrzehnte prägte. Mit der Schließung 1989 stand Villach vor der Herausforderung, für das Areal eine neue Perspektive zu entwickeln.

Die Antwort war eine Technologieoffensive: 1997 erwarb die Stadt Villach die Flächen des ehemaligen Zellstoffwerks und weiterer Grundstücke, um ein zusammenhängendes Ansiedlungsareal zu schaffen. Villach sollte sich als Hightech-Standort im Alpen-Adria-Raum positionieren. Mikroelektronik, Geoinformatik, Mechatronik, erneuerbare Energie sowie Geomatik wurden als Zukunftsfelder definiert.

 

MIKROELEKTRONIK ALS MOTOR DER ENTWICKLUNG

Eine besondere Dynamik entwickelte sich rund um die Mikroelektronik. Mit Unternehmen wie Infineon Technologies, Lam Research waren bereits wichtige Akteure der internationalen Halbleiterindustrie in Villach präsent. Der Technologiepark knüpfte an diese industrielle Kompetenz an und schuf ein Umfeld, in dem Wirtschaft, Forschung und Ausbildung eng verbunden sind.

2001 wurde mit dem Einzug der Fachhochschule Kärnten sowie Carinthian Tech Research (heute Silicon Austria Labs) der Grundstein für den heutigen Campus gelegt. So setzte man einen Schwerpunkt auf Hightech-Unternehmen aus Mikroelektronik und Mikrosystemen. Heute bietet beispielsweise die SAL mit dem SAL Microfab in Villach den größten Forschungsreinraumkomplex in Österreich mit einer Gesamtfläche von 1.400m² und unterstreicht somit die internationale und nationale Strahlkraft.

 

AUS EINEM AREAL WIRD EIN ÖKOSYSTEM

Die Stärke des Technologieparks liegt dabei in der Nähe seiner Akteur:innen. Studierende treffen auf Unternehmen, Forschung auf industrielle Praxis, junge Talente auf erfahrene Technologieorganisationen. Wissen wird ausgetauscht, Kontakte entstehen, Kooperationen wachsen. Neben der WIFI kam im Laufe der Jahre zusätzlich zu den innovativen Betrieben auch das Campo, ein Facharbeiter:innen-Ausbildungszentrum sowie der Kindergarten mit dem „mini educational lab“ hinzu. Ein Studentenwohnheim hat zweifellos zur Internationalisierung des FH-Standortes beigetragen.

„In Villach können wir sämtliche Ausbildungsformen vom Kindergarten bis zur Fachhochschule anbieten, das ist auch ein Verdienst des Technologieparks“, sagt Bürgermeister Günther Albel.

Damit ist der Technologiepark längst mehr als ein Unternehmensstandort. Er ist Teil eines Bildungs- und Innovationsökosystems, das den Technologie- und Wirtschaftsstandort Villach nachhaltig prägt.

Welcome2Villach Zitat

„Zukunft entsteht dort, wo Menschen den Mut haben, neue Wege zu gehen. Der Technologiepark Villach steht seit 25 Jahren für genau diesen Anspruch: Bestehendes weiterdenken, Innovation ermöglichen und Raum für neue Ideen schaffen. Aus Industriegeschichte ist ein internationaler Technologie- und Bildungsstandort geworden. Jetzt geht es darum, diese Entwicklung weiterzuführen und gemeinsam die nächsten Kapitel der Zukunft zu gestalten“

 

– Geschäftsführer des Technologieparks Villach Bernhard Lamprecht

SO WIRD DAS JUBILÄUM GEFEIERT

Mitte Oktober wird das 25-jährige Bestehen des Technologieparks Villach mit zwei Veranstaltungen gefeiert. Geladene Gäste und Besucher können dabei die Entwicklung des Standorts erleben und erfahren, was die Zukunft für den Technologiepark bereithält.

 

JUBILÄUMSABEND

Zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten findet am 15. Oktober 2026 ein exklusiver Jubiläumsabend im geschlossenen Rahmen statt. Geladene Gäste und wichtige Wegbereiter:innen blicken gemeinsam auf 25 Jahre Technologiepark Villach zurück und richten den Blick zugleich auf die weitere Entwicklung des Standorts. Höhepunkt des Programms ist der Impulsvortrag „Ohne Mikroelektronik keinen Quantencomputer“ von Quantenphysikerin Dr. Beatrix Hiesmayr (IT:U Linz).

 

TAG DER OFFENEN TÜR

Am 16. Oktober 2026 öffnet der Technologiepark Villach ab 9 Uhr seine Türen für alle Interessierten. Besucher:innen können die Entwicklung vom ehemaligen Zellstoffwerkareal zum modernen Technologie- und Forschungsstandort erleben sowie die angesiedelten Unternehmen und Einrichtungen kennenlernen.

Mit dabei sind unter anderem SAL, build!, T.I.P.S., die GPS, die CU Hochschule Kärnten mit ihren Laboren und weitere wichtige Partnerunternehmen und Einrichtungen. Sie geben Einblicke in ihre Arbeit, Technologien und aktuelle Projekte und zeigen, welche Innovationskraft heute am Standort Villach zu Hause ist.

 

© Technologiepark Villach | Stadt Villach | Gerd Steinthaler
Jubiläumsgrafik Technologiepark Villach mit Schriftzug "We celebrate"